Alexandra Lotz, SCHAUM - Alexandra Lotz, SCHAUM - "Weihrauchschwenker". Bleistift auf Papier.
Selbstbeweihräucherung, 2017. Installationsansichten.Selbstbeweihräucherung, 2017. Installationsansichten.
Selbstbeweihräucherung, 2017. Installationsansichten.Selbstbeweihräucherung, 2017. Installationsansichten.
Selbstbeweihräucherung, 2017. Installationsansichten.Selbstbeweihräucherung, 2017. Installationsansichten.
Selbstbeweihräucherung, 2017. Installationsansichten.Selbstbeweihräucherung, 2017. Installationsansichten.

SCHAUM – Selbstbeweihräucherung

St. Elisabeth-Kirche Berlin

exhibition & happening zum Ev. Kirchentag im Lutherjahr 2017

Ein überdimensionierter vierseitiger Garderobenständer ist mit einer größeren Anzahl an Weihrauchgefäßen behängt. Auf einer umlaufenden Ablage in Kniehöhe sind einzelne „Starter-Pakete“ mit je einer Schnellzünder-Kohle, einer kleinen Menge Naturweihrauch und einem Streichholzbriefchen ausgelegt.

SCHAUM gibt damit jedem Besucher die Möglichkeit, eine „Beweihräucherung“ vorzunehmen, die sonst in einer Kirche nur bestimmten Personen vorbehalten ist.
Der Weihrauch ist in der christlichen Ikonografie unter anderem mit der Anwesenheit des Heiligen Geistes verbunden und verbildlicht als Rauch die Form des aufsteigenden Gebetes zu Gott.

In der heutigen Sinnsuche hat die Egozentrik einen fast universellen Stellenwert erreicht. Während die Verwendung des Weihrauches in der katholischen Kirche die symbolhafte Verbindung Mensch – Gott darstellt, wird heute die Verbindung zum eigenen Ich gesucht.
Entsprechend der heutigen Spaß- und Partykultur und den damit verbundenen bewusstseinserweiternden Drogen gerät die Handlung zum Event. Anderseits lädt das Kunstwerk zu einer Konversation zwischen Mensch und Gott ein und bringt auf diesem Wege den Weihrauch zurück in die säkularisierte, evangelische Elisabethkirche.